GAMAR MUSIKVIDEO

vom weißen Blatt Papier bis zum fertigen Video

WO STEHT GAMAR?

Nachdem wir das Bandfoto von GAMAR realisiert haben, machten wir uns an das Musikvideo für den Song „Des Lacs Dans Les Yeux“. Für das Foto haben wir unterschiedliche Bereiche der Corporate Identity von GAMAR definiert: Styling, Farbigkeit, Narrativ, Tonalität, usw, auf denen wir aufbauen konnten.

Das Narrativ „mit Schlittschuhen auf der Skaterbahn“ ist eine komische Tragik und ein Sinnbild dafür, in einer Welt zu leben, in der man nicht ganz richtig ist. Wie die Geschichte vom Frosch, der nicht klettern kann und dem Eichhörnchen, das nicht schwimmen kann.

UM WAS GEHT’S?

Das Video sollte die konsequente Fortsetzung des Narrativs des Bandfotos von GAMAR sein.

KONZEPTION

Der Song hat dem ursprünglichen Narrativ weitere Aspekte hinzugefügt. Tränen, die zu erst Seen und später zu Pfützen werden – als Sinnbild für Traumata aus der Kindheit, die zunächst (1) Gefühle der Unzulänglichkeit, Isolation und Traurigkeit hervorrufen, dann zu (2) Resignation führen, aber schließlich in einem (3) Akt der Selbstbefreiung überwunden werden. Diese Aspekte haben wir in die Bildwelt der Schlittschuhe auf der Skaterbahn überführt:

(1) Mit Schlittschuhen im Winter am nicht zugefroren See (französisch: Lac, Teil des Songtitels)
(2) Mit Schlittschuhen auf der Skaterbahn (Motiv Bandfoto)
(3a) Mit Schlittschuhen auf der Schlittschuhbahn (Selbstbefreiung)
(3b) Mit Rollschuhen auf der Skaterbahn (Übertragung der Selbstbefreiung auf andere Lebensbereiche)
(3c) Mit Gummistiefeln am See (Übertragung der Selbstbefreiung auf andere Lebensbereiche)

STORYBOARD

Im Storyboard ging es darum alle Phasen zu einer durchgehenden Geschichte zusammenzufügen, und um die Planung von …

… Maïas Outfits der verschiedenen Phasen, …

… der Übergange zwischen zwei Phasen (Beispiel von (3b) zu (3c)) …

… Kamerabewegungen …

… Perspektiven und Bildausschnitte …

… und vieles mehr.

PRODUKTION

Die gesamte Produktion des Videos hat sich über einen Zeitraum von ungefähr zwei Monaten erstreckt.

Für Konzept, Idee und Storyboard, inklusive Meetings, habe ich selbst ungefähr 5 Tage benötigt. Maïa und Fred haben sich um die Outfits, Accessoires und die Locations gekümmert (z.B. die Eishalle gemietet) – wieviel Zeit die beiden darauf verwendet haben kann ich nicht sagen.

Gedreht haben wir an drei Tagen, jeweils mit einer normalen Kamera und einer Drohne (gesteuert von Tom).

Für Schnitt und Postproduktion habe ich ca. sechs Tage benötigt.

ABSCHLIESSENDE GEDANKEN

Die Story des Musikvideos ist sehr detailreich und mag sich dem Betrachter selbst nach mehrmaligen Ansehen nicht völlig erschließen. Vor allem dann nicht, wenn der Betrachter kein Französisch spricht. Ich finde das aber völlig in Ordnung und wichtiger, dass das Video von Anfang bis Ende aus einem Guss ist und Verbindung von Musik und Bildwelt in sich stimmig. Da wir die Bildwelt inhaltlich hergeleitet haben und die Inhalte zunächst, wie oben beschrieben, ausführlich formuliert und aufeinander abgestimmt haben, konnten wir eine konsistente Bildwelt über das gesamte Video hinweg entwickeln. Eine Bildwelt, die dadurch auch dann funktioniert, wenn der Inhalt gar nicht wahrgenommen wird.